Hoffnung schenken. Perspektiven schaffen. Leben verändern.
Das Projekt HOPE Cape Town wurde 2001 gegründet und ist eine eingetragene gemeinnützige Organisation mit Sitz in Kapstadt, Südafrika. War es anfangs das Hauptanliegen, an AIDS erkrankte Kinder mit Medikamenten zu versorgen und unmittelbar Leben zu retten, verfolgt die Organisation heute einen ganzheitlichen Ansatz - den “Cycle of HOPE”, der sich auf die Bereiche von Schwangerschaft bis Berufseinstieg, frühkindliche Entwicklung, Jugendarbeit, Ausbildung, Bildung sowie nachhaltige Existenzsicherung konzentriert.
Stefan Hippler, Gründer von HOPE Cape Town
Jährlich erhalten mehr als 200.000 Menschen durch die verschiedenen Programme der Organisation medizinische Behandlung und Vorsorge, Beratung und soziale Dienste, Ausbildung und Entwicklung, Bildung und Empowerment. HOPE Cape Town hilft Leben zu verbessern, indem es die Kluft zwischen Basis und Wissenschaft durch formelle Partnerschaften mit lokalen Einrichtungen und Institutionen überbrückt. Seit dem ersten Kontakt und der Eröffnung der G7 iThemba Station im Tygerberg Kinderkrankenhaus im Jahr 2001, ist die Präsenz von HOPE Cape Town enorm gewachsen. Mittlerweile arbeitet die Organisation in verschiedenen Township-Kliniken am Westkap, im Containerdorf Blikkiesdorp und auf dem Campus von HOPE Cape Town “The Nex-Indawo Yethu” in Delft.
Die Anfänge der Arbeit liegen im Jahr 2001, als die weltweite HIV/AIDS-Pandemie in Südafrika eskalierte. HOPE Cape Town wird als gemeinnützige Hilfsorganisation vom deutschen Pfarrer Stefan Hippler und Ärztin Prof. Monika Esser gegründet und eingetragen. Mit der Projektgründung wird die Ithemba Station, die erste Station für Infektionskrankheiten im Tygerberg Krankenhaus, eröffnet, um sich der intensiven Behandlung von HIV-positiven Kindern zu widmen. HOPE Cape Town war eine der ersten Organisationen im Land, die antiretrovirale Medikamente einsetzen durfte, um Kinderleben zu retten. Doch bald gab es neue Herausforderungen.
Neben den gesundheitlichen Diensten im Tygerberg Kinderkrankenhaus und Township Kliniken kamen 2009 gemeindebasierte Outreach-Aktivitäten in der temporären Umsiedlungszone Blikkiesdorp hinzu. Die Einrichtung eines „Containerdorfs“ bot die Möglichkeit, eine Reihe von innovativen pädagogischen und therapeutischen Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und nicht registrierte Schulkinder vor Ort anzubieten.
Der Wunsch von HOPE Cape Town, eine stärker entwicklungsorientierte Rolle zu spielen und auch Ausbildungsmöglichkeiten zu integrieren, führte zu der Idee, 2021/22 einen Campus in Delft zu errichten. Das Ergebnis war „The Nex – Indawo Yethu“. Der Campus symbolisiert die ganzheitliche Vision der Organisation. Sie stellt einen Brennpunkt dar, einen Nexus der Erkenntnisse und Erfahrungen, die die Organisation in langen Jahren praktischer Arbeit, Erfahrung und Innovation gewonnen hat. Er bietet die Möglichkeit, eine Reihe miteinander verbundener Aktivitäten und Kernkompetenzen zu verknüpfen, zu stärken und zu erneuern.
Die 4 Säulen von HOPE Cape Town
Give HOPE - make a difference!
Gesundheit
Gesundheit verbessern, Leben verbessern.
HOPE Cape Town bietet eine ganzheitliche Gesundheitsversorgung an, die darauf abzielt, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kindern, Jugendlichen und deren Familien, die von Armut, HIV, Neurodiversität und ähnlichen Erkrankungen betroffen sind.
Widrige Umstände wirken sich nachweislich negativ auf die ganzheitliche Entwicklung eines Menschen aus. Die meisten Auswirkungen von Widrigkeiten auf die geistige und körperliche Gesundheit sowie die Entwicklung sind generationenübergreifend. Ein frühzeitiges Eingreifen kann sich positiv auf die Betroffenen auswirken.
Ausbildung & Weiterbildung
Das Ziel von HOPE Cape Town ist es, Wissen zu vermitteln, praxisnahe Schulungen & Ausbildungen anzubieten sowie eine Kultur der kontinuierlichen Weiterentwicklung zu fördern. In den Gemeinschaften, in denen HOPE Cape Town tätig ist, wird auf nachhaltige Entwicklung gesetzt, indem Menschen mit den nötigen Fähigkeiten ausgestattet werden, um eigenständig und aktiv zur Gesellschaft beizutragen.
So wird nicht nur der Kreislauf der Armut durchbrochen, sondern es werden auch Chancen für eine selbstbestimmte Zukunft geschaffen.
Afrika wird eine Schlüsselrolle in der globalen Entwicklung spielen – und HOPE Cape Town trägt dazu bei, dass die Menschen bestmöglich darauf vorbereitet sind.
Bildung
Die Programme von HOPE Cape Town sind darauf ausgelegt, das Potenzial der teilnehmenden Kinder und Gemeindemitglieder zu fördern und ihnen Möglichkeiten zu bieten, es voll zu entfalten.
Dies wird zum Beispiel durch Schulvorbereitungsgruppen, Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe, frühkindliche Förderung und das Jugendzentrum unterstützt.
Darüber hinaus werden Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder einer neurodiversen Diagnose im Vorschulalter eine förderliche Lernumgebung mit zusätzlicher Unterstützung und individueller Aufmerksamkeit geboten.
Outreach
HOPE Cape Town begleitet und unterstützt Gemeinden auf ihrem Weg, Möglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensqualität zu erkennen, zu nutzen und schenkt ihnen damit Hoffnung.
Seit 2013 beschäftigt HOPE Cape Town eine Sozialarbeiterin, die in den ressourcenschwachen Gemeinden Delft, Blikkiesdorp und Manenberg eingesetzt ist. Diese kontinuierliche Hilfe und Unterstützung hat zu einer engen Beziehung zwischen den Gemeindemitgliedern und HOPE Cape Town geführt. Das Ziel der sozialen Dienste von HOPE Cape Town ist es, soziale Unterstützung zu leisten, um die Stabilität zu verbessern und persönliches Wachstum in der Gemeinde zu fördern.
Eine Geschichte, die bewegt
Menschen hinter der Vision
Warum wir HOPE leben
„Zusammen können wir eine Saat legen, die Hoffnung heißt.“
„Wie schnell haben wir den Spruch parat: „Was kann ich als Einzelner schon tun?“ Stimmt: Einer allein kann die Welt nicht retten. Zu komplex und global sind die Probleme und Krisen unseres noch jungen Jahrtausends.
Einer allein kann nicht gegen die Ausbreitung und die katastrophalen Folgen von AIDS in Südafrika kämpfen. Aber wir sind nicht allein, wir haben unglaublich viele Mitstreiter. Und es werden Jahr für Jahr mehr: Männer und Frauen, junge und alte Menschen, Unternehmer und Arbeitnehmer, manche glauben an Gott, andere nicht. Aber alle tragen die Gewissheit im Herzen, dass wir zusammen in Kapstadt eine Saat legen können, die Hoffnung heißt.
Hoffnung für die Menschen in den Townships auf ein selbstbestimmtes Leben in der Heimat. Nicht als Flüchtlinge und nicht als Almosenempfänger des reichen Europas. Wir können und wollen mehr als die medizinische Versorgung von HIV-Patienten leisten. Wir wollen, dass Mütter gesunde Kinder zur Welt bringen. Dass Kinder in der Schule lernen. Dass junge Menschen eine Berufsausbildung absolvieren. Die Menschen in Südafrika sollen die Chance haben, sich selbst zu helfen und ihre Zukunft mit eigenen Händen zu gestalten. Das ist unsere Hoffnung!“
Viola Klein
„Allen Schwierigkeiten zum Trotz wird die HOPE-Cape-Town-Familie noch eine Menge bewegen.“
„Es gab damals auf dieser Station einen neunjährigen Jungen. AIDS im letzten Stadium. Er hatte mitbekommen, dass wir einem anderen Kind auf der Etage eine kleine Geburtstagsfeier ausgerichtet hatten. Daraufhin hat er den Wunsch geäußert, dass er auch gern so einen Geburtstag feiern würde. Aber es gab ein Problem. Wir wussten alle, dass er seinen Geburtstag nicht mehr erleben würde.”
Hippler und seine Mitarbeiter trafen eine beherzte Entscheidung. Eine Woche nachdem der kleine Fareed den Wunsch geäußert hatte, richteten sie ihm im Krankenzimmer eine kleine, bescheidene Geburtstagsparty aus.
„Aber der Junge war so schwach, er konnte nicht mal mehr seine Geschenke aufschnüren. Er lag da in seinem Bett und war ganz kraftlos. Aber in seinen Augen hast du das Leuchten gesehen, seine ganze Freude. Er hat über seine Augen zu uns gesprochen. Das war irre. Kurz darauf ist er gestorben.”
Es sei einer dieser Momente gewesen, die er sein Leben lang nicht vergessen könne, meint Stefan Hippler. „Der kleine Fareed verfolgt mich.”
Stefan Hippler